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Fr 13. MAI - 20.00 Uhr
VORTRAG KulturLaden Westend

„MIR ZAYNEN DOH“

Die Möhlstraße als Schauplatz jüdischer Proteste Vortrag über ein oftmals vergessenes Kapitel der Stadtgeschichte

von Martin W. Rühlemann

Nach der Befreiung 1945 verschlug es Tausende von „Displaced Persons“ (DPs) nach München und Umgebung, unter ihnen viele Juden und Jüdinnen, die den Holocaust überlebten. In der Möhlstraße im Stadtteil Bogenhausen entstand daraufhin ein neuer Raum für jüdisches Leben mit Schule, Bibliothek und anderen Einrichtungen. DPs eröffneten zudem in den Folgejahren unzählige Läden, Restaurants und Cafés. Gleichzeitig entwickelte sich ein riesiger Schwarzmarkt, der den deutschen  Behörden ein Dorn im Auge war. In einem weiterhin von Antisemitismus und Rassismus geprägten Klima führten Razzien und andere Polizeiaktionen aber auch zu massiven Protesten der jüdischen DPs.

Am 4. Juli 1949 besetzt die Münchner Polizei die Möhlstraße. Nach der Großrazzia am 1. Juli wird der Treffpunkt und Handelsplatz der in München und Umgebung lebenden Displaced Persons weiterhin von der Polizei scharf überwacht. Jüdische Kaufleute fordern den Rückzug der deutschen Polizei. Im Hintergrund das koschere Restaurant Astoria in der Möhlstraße 34.


Eintritt frei
Veranstalter: KulturLaden Westend
KulturLaden Westend, Ligsalzstraße 44, 80339 München


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